Mein Masuren

Hügel, große Wälder, klare Seen, dunkle Moore, kleine Flüsse – die Zauberwälder der Masuren sind heilige Haine mit ausladenden Hallendomen.“

Masuren ist ein Teilgebiet Ostpreußens. Es liegt im Süden der Provinz und nimmt in etwa ein Drittel seiner Gesamtfläche ein. Das Land umfasste die preußischen Regierungsbezirke Gumbinnen und Allenstein mit den Kreisen Neidenburg, Ortelsburg, Johannisburg, Lyck als Hauptstadt, Treuburg, Lötzen, Angerburg, Sensburg, Osterode und teilweise auch Rastenburg und Goldap.

Die masurische Landschaft ist ein Teil der End-, Grundmoränen- und Seenlandschaft des Baltischen Landrückens zwischen den Kernsdorfer Höhen (313 Meter) im Südwesten und den Seesker Höhen (310 Meter) im Nordosten.

Das masurische Seengebiet mit seinen über 3.000 Seen ist ein Überbleibsel des Endmoränenwalles der großen nordeuro- päischen Vereisung, die Gesteins-schutt, groben Kies, Lehm und Steinblöcke ablagerte. Dieser Eiszeithügelsaum hinterließ langgestreckte Schuttfelder mit gewaltigen Sand- und Kiesauf-schwemmungen, den sogenannten Baltischen Höhen-rücken.

Wer die holsteinische, märkische, mecklenburgische und pommersche Schweiz kennt, der wird im masurischen Seengebiet viele Ähnlichkeiten finden. Einer, der diesen masurischen Wäldern der Wildnis mit ihren über 3.000 Seen und nicht zählbaren Mooren erlegen ist, bin ich. Deshalb bemühe ich mich, diese dörflichen Erlebnisse in Kurzberichten der Nachwelt zu erhalten, weil die Sitten und Bräuche 1945 mit der Vertreibung der Masuren aus ihrer angestammten Heimat verlorengegangen sind. Ich möchte den nachfolgenden Generationen erzählen, was wir im Osten an kulturellen Werten verloren haben.

Die Kommentarfunktion ist geschlossen.